Donnerstag, 8. Oktober 2009
Überraschende Wahrheit über Israel
emile zola, 22:57h
Nachdem dieser Blog nun fast drei Jahre besteht, hat er doch einen größeren Einfluss gehabt, als der Autor ursprünglich glaubte: "Israel will jetzt keinen Friedensvertrag" schreibt die BILD-Zeitung:
http://www.bild.de/BILD/news/telegramm/news-ticker,rendertext=10043956.html

Sie sollten diesem Herren, dem israelischen Außenminister Avigdor Liebermann seine ehrliche Absicht, keinen Frieden zu machen, unbedingt glauben, wenn sie kein Antisemit sein möchten.
Nachdem hier immer behauptet wurde, Israel wolle keinen Frieden, eine Behauptung, die als "antisemitische Hetze" gegen das friedliche israelische Bruderdemokratievolk in Deutschland unter Strafe steht, ist es nun endlich offiziell: Israel will keinen Frieden. Zwar ist das für Kenner der Materie keine wirkliche Neuigkeit, es zeigt jedoch, wie sicher sich Israel und BILD inzwischen sein können, um selbst den leisesten Hauch von Friedenswillen verwehen zu lassen.
Wahrscheinlich wird ab jetzt der Zentralrat der Juden in Deutschland Protest einlegen, wenn noch einmal behauptet wird, Israel wolle Frieden.
http://www.bild.de/BILD/news/telegramm/news-ticker,rendertext=10043956.html

Sie sollten diesem Herren, dem israelischen Außenminister Avigdor Liebermann seine ehrliche Absicht, keinen Frieden zu machen, unbedingt glauben, wenn sie kein Antisemit sein möchten.
Nachdem hier immer behauptet wurde, Israel wolle keinen Frieden, eine Behauptung, die als "antisemitische Hetze" gegen das friedliche israelische Bruderdemokratievolk in Deutschland unter Strafe steht, ist es nun endlich offiziell: Israel will keinen Frieden. Zwar ist das für Kenner der Materie keine wirkliche Neuigkeit, es zeigt jedoch, wie sicher sich Israel und BILD inzwischen sein können, um selbst den leisesten Hauch von Friedenswillen verwehen zu lassen.
Wahrscheinlich wird ab jetzt der Zentralrat der Juden in Deutschland Protest einlegen, wenn noch einmal behauptet wird, Israel wolle Frieden.
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Sonntag, 13. September 2009
Wo Kritik an Israel noch erlaubt ist - ein Bericht aus den USA und Australien
emile zola, 08:28h
Anders als in Deutschland, wo für jüdische Autoren ein absolutes Publikationsverbot gilt, wenn sie nicht Pro-Israel schreiben, hat sich in den USA, Australien und Großbritannien eine Szene entwickelt, die hier einmal verlinkt werden soll.

Dieses Bild ist mehrfach bemerkenswert: Es zeigt die Schönheit und den Stolz der jüdischen Frau, aber eigentlich auch der arabischen. Beide sind in männerdominierten Kriegsgesellschaften gefangen und ausgeliefert. Das Bild stammt von der Facebook-Seite
http://www.facebook.com/pages/Shifting-Sands-Jewish-American-Women-Speak-Out-Against-the-Occupation/117315474206?v=wall#/pages/Shifting-Sands-Jewish-American-Women-Speak-Out-Against-the-Occupation/117315474206?v=info&viewas=848389791
Da ist zunächst Die Rachel Corrie Foundation,
benannt nach der von einem israelischen Militärbulldozer niedergewalzten Aktivistin:
http://www.rachelcorriefoundation.org/site/

Rachel (ganz rechts im Bild) wurde nur 23 Jahre alt. Die aus Olympia im US-Bundesstaat Washington stammende Studentin wollte am 16. März 2003 verhindern, dass das Haus einer palästinensischen Familie abgerissen wird und stellte sich dem Bulldozer entgegen.
Wie alle Morde der israelischen Armee, wurde auch dieser nie verfolgt und zur Anklage gebracht.
Unterstützt wird die Stiftung auch von Susan Greene, die sich zu einer Gruppe von Jewish-American women zählt. Hier ihre Webseite:
http://olympiarafahmural.org/who-we-are/
Auch die Holocaust-Überlebende Hedy Epstein
http://www.hedyepstein.com/
Hannah Mermelstein
http://hannahinpalestine.blogspot.com/
Die fulminant-modern-elegante Tomi Laine Clark
http://www.hrhlolita.blogspot.com/
und Anna Baltzer
http://www.annainthemiddleeast.com/
zählen zu der Gruppe, die gerade an einem Buch arbeitet. Titel: Shifting Sands: Jewish-American Women Speak Out Against the Occupation.
Link zur Vorinformation:
http://www.osieonline.com/
Hier ein Film über ein in Australien aufgeführtes Theaterstück mit dem Titel "My Name is Rachel Corrie" zur Einführung zum Thema:
http://www.youtube.com/watch?v=B57NJb6IKW8
Ich möchte nun doch einmal eine persönlichere Bemerkung machen, da ich doch gezwungen bin, hier anonym zu bloggen: Ich schäme mich dafür, in einem Land zu leben, in dem über 60 Jahre nach dem Ende des Nazi-Regimes noch immer Zensur und Totalitarismus herrschen. Das bestätigt alle Vorurteile, die Obrigkeitshörigkeit der Deutschen bestehe noch immer.

Dieses Bild ist mehrfach bemerkenswert: Es zeigt die Schönheit und den Stolz der jüdischen Frau, aber eigentlich auch der arabischen. Beide sind in männerdominierten Kriegsgesellschaften gefangen und ausgeliefert. Das Bild stammt von der Facebook-Seite
http://www.facebook.com/pages/Shifting-Sands-Jewish-American-Women-Speak-Out-Against-the-Occupation/117315474206?v=wall#/pages/Shifting-Sands-Jewish-American-Women-Speak-Out-Against-the-Occupation/117315474206?v=info&viewas=848389791
Da ist zunächst Die Rachel Corrie Foundation,
benannt nach der von einem israelischen Militärbulldozer niedergewalzten Aktivistin:
http://www.rachelcorriefoundation.org/site/

Rachel (ganz rechts im Bild) wurde nur 23 Jahre alt. Die aus Olympia im US-Bundesstaat Washington stammende Studentin wollte am 16. März 2003 verhindern, dass das Haus einer palästinensischen Familie abgerissen wird und stellte sich dem Bulldozer entgegen.
Wie alle Morde der israelischen Armee, wurde auch dieser nie verfolgt und zur Anklage gebracht.
Unterstützt wird die Stiftung auch von Susan Greene, die sich zu einer Gruppe von Jewish-American women zählt. Hier ihre Webseite:
http://olympiarafahmural.org/who-we-are/
Auch die Holocaust-Überlebende Hedy Epstein
http://www.hedyepstein.com/
Hannah Mermelstein
http://hannahinpalestine.blogspot.com/
Die fulminant-modern-elegante Tomi Laine Clark
http://www.hrhlolita.blogspot.com/
und Anna Baltzer
http://www.annainthemiddleeast.com/
zählen zu der Gruppe, die gerade an einem Buch arbeitet. Titel: Shifting Sands: Jewish-American Women Speak Out Against the Occupation.
Link zur Vorinformation:
http://www.osieonline.com/
Hier ein Film über ein in Australien aufgeführtes Theaterstück mit dem Titel "My Name is Rachel Corrie" zur Einführung zum Thema:
http://www.youtube.com/watch?v=B57NJb6IKW8
Ich möchte nun doch einmal eine persönlichere Bemerkung machen, da ich doch gezwungen bin, hier anonym zu bloggen: Ich schäme mich dafür, in einem Land zu leben, in dem über 60 Jahre nach dem Ende des Nazi-Regimes noch immer Zensur und Totalitarismus herrschen. Das bestätigt alle Vorurteile, die Obrigkeitshörigkeit der Deutschen bestehe noch immer.
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Donnerstag, 3. September 2009
Broder gibt sein Bundesverdienstkreuz zurück!
emile zola, 22:57h
Das jüngste überlebende Holocaust-Opfer, Henryk Martin Broder, gibt sein Bundesverdienstkreuz aus Protest zurück, wie der Spiegel berichtet
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,646721,00.html

Das ist Zivilcourage à la Broder: Kein gemeinsames Kreuz mit antisemitischen, kommunistischen, islamistischen, linken Holocaust-Überlebenden!
Grund ist die Tatsache, dass auch die Jüdin Felicia Langer - http://www.felicia-langer.de - diese Ehrung vom deutschen Bundespräsidenten erhalten hat; eine Person, die Herr Broder gerne vergasen würde, wenn das noch ginge. Dummerweise darf ein Bundespräsident zwar Bundesverdienstkreuze an verdiente Holocaust-Opfer verleihen, nicht aber zurücknehmen.
Wir äußern unser Bedauern, dass Herr Broder vom SPIEGEL zu diesem Schritt gezwungen wurde und freuen uns, dass auch unser vielgeliebter Zentralrat der Juden hier wieder ein Zeichen für Toleranz setzt: Weg mit dieser "Judensau" Felicia Lange.

Mit "so einer" möchte Broder nicht das gleiche Kreuz tragen.
Fraglich bleibt nur, wie der Bundespräsident auf diesen Disput reagiert. Vorschlag: Einfach den Nobelpreis an Charlotte Knobloch geben. Und natürlich den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,646721,00.html

Das ist Zivilcourage à la Broder: Kein gemeinsames Kreuz mit antisemitischen, kommunistischen, islamistischen, linken Holocaust-Überlebenden!
Grund ist die Tatsache, dass auch die Jüdin Felicia Langer - http://www.felicia-langer.de - diese Ehrung vom deutschen Bundespräsidenten erhalten hat; eine Person, die Herr Broder gerne vergasen würde, wenn das noch ginge. Dummerweise darf ein Bundespräsident zwar Bundesverdienstkreuze an verdiente Holocaust-Opfer verleihen, nicht aber zurücknehmen.
Wir äußern unser Bedauern, dass Herr Broder vom SPIEGEL zu diesem Schritt gezwungen wurde und freuen uns, dass auch unser vielgeliebter Zentralrat der Juden hier wieder ein Zeichen für Toleranz setzt: Weg mit dieser "Judensau" Felicia Lange.

Mit "so einer" möchte Broder nicht das gleiche Kreuz tragen.
Fraglich bleibt nur, wie der Bundespräsident auf diesen Disput reagiert. Vorschlag: Einfach den Nobelpreis an Charlotte Knobloch geben. Und natürlich den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
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Dienstag, 1. September 2009
Ein neuer Typ von Kosmopolit - Josef Girshovich
emile zola, 07:50h
Was macht im Jahre 2009 einem Kosmopoliten aus und warum ist das wichtig? Das CDU-Think-Tank Mitteilungsblatt Cicero beschäftigt einen solchen:
http://www.cicero.de/97.php?item=3482
Josef hat in Ausübung seines Kosmopolitismus eine Reise von Berlin nach Jerusalem unternommen, bei der er seinen Kosmopolitismus beweisen konnte. Leider ist sein Reisebericht in Cicero nicht online, doch wir dürfen hier Passagen zitieren.
"Ich, ein deutscher Jude, wollte 5200 Kilometer reisen.", schreibt Josef. Würden wir, wie Josef in Hannover geboren und mit deutschem Pass ausgestattet, uns als "Ich, ein deutscher Atheist" bezeichnen? Oder als "Ich, ein deutscher Christ"?
Wohl kaum.
Aber wir sind ja auch nicht kosmopolitisch.
Schließlich kommt er nach Durchquerung der Türkei nach Syrien, vor dessen Durchquerung er schriftlich erklären muß, noch nie im "besetzten Palästina" gewesen zu sein. Dies veranlaßt ihn zu folgender, kosmopolitischer Reflexion:
"Im 'besetzten Palästina' war ich tatsächlich noch nie, konnte ich auch nicht gewesen sein. Palästina - diesen Staat gibt es juristisch betrachtet (Anm.: Josef gibt an, Jura studiert zu haben) nicht. Wenn überhaupt, gab es von 1920 bis 1948 ein Völkerbundsmandat für Palästina, unter der Mandatsherrschaft Grossbritanniens. Ebenso gut hätte ich also erklären können, noch nie im Römischen Reich oder in Harry Potters Zauberschule Hogwarts gewesen zu sein." (Cicero August 2009, S. 32)
Nach glücklicher Durchquerung Syriens mit seinem deutschen Pass - manchmal ist es auch als Kosmopolit gut, Deutscher zu sein, etwa auch als Mitglied der vom deutschen Staat finanzierten Jüdischen Gemeinde Berlins, von deren Mitgliedern rund 8000 Sozialhilfe beziehen - gelangt Josef endlich im Heiligen Land an.
Dort überrascht er mit einer von Cicero groß hervorgehobenen Version des Deutschseins aus vergangenen Tagen. "Jerusalem", so schreibt Josef auf Seite 33, "hat nicht nur für Juden, sondern auch für Europa magische Anziehungskraft. Es ist Europas philosophisch-religiöse Mutterstadt."

Hier wirkten Dante, Goethe und Shakespeare, hier wurde die europäische Aufklärung geboren (ganz oben als Licht dargestellt)
Zunächst: Wollte er vielleicht sagen, Jerusalem habe für Christen - nicht für Europa - eine Anziehungskraft? In der Zeit der Kreuzritter kann man dies durchaus behaupten, denn ohne die kranke Idee, Jerusalem als "religiöse Mutterstadt" anzusehen, hätte es kein Kreuzrittertum gegeben. Möchte Girshovic also das Kreuzrittertum rühmen?
Dass allerdings Jerusalem Europas philosophisch-religiöse Mutterstadt ist, dürfen wir als kosmopolitisch-historische Novität werten: Descartes, Hume, Sartre, Heidegger, Thomas von Aquin, Marx, Goethe, Dante, Hegel, Balzac, Voltaire und Sir Karl Popper, sie alle strebten bekanntermassen nach Jerusalem, ihrer Mutterstadt.
Sie taten es ganz heimlich, um niemanden zu verärgern. Sie vernichteten ihre Tagebücher und schrieben keine Briefe, um nicht von den Antisemiten und Dschihadisten getötet zu werden.
Jerusalem blieb ihre stille, geistige, philosophisch-religiöse Heimstatt.
Und Josef Girshovich, der nach eigenen Angaben Literatur-wissenschaften studiert hat, haben wir zu verdanken, dass dies endlich gewürdigt wurde.
Warum erst jetzt?
Danke oh Josef, Du unser gebildeter, kosmopolitischer, deutscher Jude! Wir hoffen, dass Du dafür bald den Gershom Scholem Preis oder die Leo Beck Medaille, nein, den Friedenspreis des deutschen Buchhandels bekommst.
http://www.cicero.de/97.php?item=3482
Josef hat in Ausübung seines Kosmopolitismus eine Reise von Berlin nach Jerusalem unternommen, bei der er seinen Kosmopolitismus beweisen konnte. Leider ist sein Reisebericht in Cicero nicht online, doch wir dürfen hier Passagen zitieren.
"Ich, ein deutscher Jude, wollte 5200 Kilometer reisen.", schreibt Josef. Würden wir, wie Josef in Hannover geboren und mit deutschem Pass ausgestattet, uns als "Ich, ein deutscher Atheist" bezeichnen? Oder als "Ich, ein deutscher Christ"?
Wohl kaum.
Aber wir sind ja auch nicht kosmopolitisch.
Schließlich kommt er nach Durchquerung der Türkei nach Syrien, vor dessen Durchquerung er schriftlich erklären muß, noch nie im "besetzten Palästina" gewesen zu sein. Dies veranlaßt ihn zu folgender, kosmopolitischer Reflexion:
"Im 'besetzten Palästina' war ich tatsächlich noch nie, konnte ich auch nicht gewesen sein. Palästina - diesen Staat gibt es juristisch betrachtet (Anm.: Josef gibt an, Jura studiert zu haben) nicht. Wenn überhaupt, gab es von 1920 bis 1948 ein Völkerbundsmandat für Palästina, unter der Mandatsherrschaft Grossbritanniens. Ebenso gut hätte ich also erklären können, noch nie im Römischen Reich oder in Harry Potters Zauberschule Hogwarts gewesen zu sein." (Cicero August 2009, S. 32)
Nach glücklicher Durchquerung Syriens mit seinem deutschen Pass - manchmal ist es auch als Kosmopolit gut, Deutscher zu sein, etwa auch als Mitglied der vom deutschen Staat finanzierten Jüdischen Gemeinde Berlins, von deren Mitgliedern rund 8000 Sozialhilfe beziehen - gelangt Josef endlich im Heiligen Land an.
Dort überrascht er mit einer von Cicero groß hervorgehobenen Version des Deutschseins aus vergangenen Tagen. "Jerusalem", so schreibt Josef auf Seite 33, "hat nicht nur für Juden, sondern auch für Europa magische Anziehungskraft. Es ist Europas philosophisch-religiöse Mutterstadt."

Hier wirkten Dante, Goethe und Shakespeare, hier wurde die europäische Aufklärung geboren (ganz oben als Licht dargestellt)
Zunächst: Wollte er vielleicht sagen, Jerusalem habe für Christen - nicht für Europa - eine Anziehungskraft? In der Zeit der Kreuzritter kann man dies durchaus behaupten, denn ohne die kranke Idee, Jerusalem als "religiöse Mutterstadt" anzusehen, hätte es kein Kreuzrittertum gegeben. Möchte Girshovic also das Kreuzrittertum rühmen?
Dass allerdings Jerusalem Europas philosophisch-religiöse Mutterstadt ist, dürfen wir als kosmopolitisch-historische Novität werten: Descartes, Hume, Sartre, Heidegger, Thomas von Aquin, Marx, Goethe, Dante, Hegel, Balzac, Voltaire und Sir Karl Popper, sie alle strebten bekanntermassen nach Jerusalem, ihrer Mutterstadt.
Sie taten es ganz heimlich, um niemanden zu verärgern. Sie vernichteten ihre Tagebücher und schrieben keine Briefe, um nicht von den Antisemiten und Dschihadisten getötet zu werden.
Jerusalem blieb ihre stille, geistige, philosophisch-religiöse Heimstatt.
Und Josef Girshovich, der nach eigenen Angaben Literatur-wissenschaften studiert hat, haben wir zu verdanken, dass dies endlich gewürdigt wurde.
Warum erst jetzt?
Danke oh Josef, Du unser gebildeter, kosmopolitischer, deutscher Jude! Wir hoffen, dass Du dafür bald den Gershom Scholem Preis oder die Leo Beck Medaille, nein, den Friedenspreis des deutschen Buchhandels bekommst.
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Sonntag, 23. August 2009
Aktuell: Alle Kommentare in der FAZ ab sofort verboten
emile zola, 21:55h
Aktuell: Nachdem hier nachgewiesen wurde, daß Svenja Kleinschmidt den Link gelöscht hat, hat sie bzw. die FAZ sich dazu entschlossen, überhaupt keine Kommentare mehr zuzulassen. (30.08.09)
http://faz-community.faz.net/blogs/israelblog/default.aspx
Man kann sich die Telefonate mit der Redaktion vorstellen. Tenor: "Schreiben Sie weiter, wir halten Ihnen den Rücken frei."
"Aber die Kommentare?", fragt Svenja ehrlich.
"Einfach nicht mehr bringen. Haben Sie keine Studienkollegen, die Ihnen Kommentare schreiben?"
Svenja: "Nicht bei diesem Thema."
Nachdem ein FAZ User "christianhinterhuber" offensichtlich diesen Artikel las, wie man seinem Kommentar entnehmen kann:
http://faz-community.faz.net/blogs/israelblog/archive/2009/08/25/israelischer-organklau-zweite-runde.aspx
hat Svenja einfach den Link zu diesem Artikel gelöscht, in der Hoffnung, dann würde dieser nicht publik.
Leider zeigen die Referer nicht nur, daß der Link bereits drin war:
2 http://faz-community.faz.net/blogs/israelblog/archive/2009/08/25/israelischer-organklau-zweite-runde.aspx
sondern auch, daß nach der Entfernung user bei Google den Link suchten:
1 Search request: Svenja Kleinschmidt
1 Search request: svenja kleinschmidt gaza lächeln
2 Search request: svenja gaza lächeln
Damit ist die Zensur in der FAZ nachgewiesen. Ja, ja, die westlichen Werte des Journalismus. Ethos. Moral. Da können doch die undemokratischen Araber etwas lernen, oder?
"Zwischen Techno und Talmud" heißt der neue Israel-Blog in der FAZ von Svenja Kleinschmidt. Nach monatelanger Preisung der mediterranen Lebensart und des Kosmopolitismus dieser einzigen Demokratie auf der Welt brilliert sie nun auch mit guten Nachrichten aus dem Heiligen Land:
"Eine Studie hat herausgefunden: die Israelis lächeln gerne, sogar ständig. Die Religiösen am liebsten, die Säkularen weniger. Und Obamas Lächeln, das finden sie ebenfalls zum Grinsen, nur zwei israelische Schönheiten können ihn toppen.
Die Studie des „Market Watch Institute“ wurde unter 497 Bewohnern Israels durchgeführt. Sie soll herausgefunden haben, dass die Israelis sich nicht scheren um Wirtschaftskrise oder Krieg im eigenen Land, sie lächeln weiter. Ein optimistisches Völkchen."

Svenja berichtet aus dem Land des Lächelns, nämlich aus Israel. Gut, daß sie an der Uni als Jungliberale bereits das Lächeln gelernt hat: Dann fällt sie in Israel nicht so auf.
Quelle:
http://faz-community.faz.net/blogs/israelblog/archive/2009/08/23/das-laecheln-der-israelis-sexy-politikerinnen-und-rabbis-gegen-oeffentliches-pinkeln.aspx
Soweit, so unpolitisch - halt, "Krieg im eigenen Land"? Was könnte Svenja damit meinen? Libanon und Gaza, gegen die Israel gerade zwei Kriege geführt hat, haben doch keinen Krieg IN Israel geführt, sondern Israel hat einen Krieg IM Libanon und Gaza geführt. Vielleicht meint Svenja aber, dass zumindest Gaza doch das "eigene Land" Israel ist, das Westjordanland auf jeden Fall.
Ein Grund zum Lächeln, besonders für Religiöse: Krieg im eigenen Land.
Das sollte sie aber nicht so laut sagen in Israel, denn dann wären alle Morde und Zerstörungen in Gaza nach israelischem Recht zu bestrafen, vor allem aber dürften die Insassen von Gaza in ihrem Land, also in Israel, wählen und Sozialhilfe beantragen. Dito im Westjordanland.
Smilie-Svenja als palästinensische Revolutionärin, als Leila Khaled eines subversiven, deutschen Untergrundes in Tel Aviv, der klammheimlich dafür sorgt, daß die Palästinensergebiete im eigenen Land liegen, also ein trojanisches Pferd sind?
Es ist aber eher zu befürchten, daß die angehende FAZ-Journalistin Svenja nicht weiß, daß die Palästinensergebiete weder offiziell noch inoffiziell zu Israel gehören und eine UN-Resolution deren Rückgabe verlangt.
Das muß sie bei der FAZ auch gar nicht wissen. Deshalb kann sie auch die Befragung von 497 Personen im Land des Lächelns als "Studie" bezeichnen.
Und deshalb kann man in der FAZ auch unwidersprochen ab und an lesen, daß Deutschland und Israel gemeinsame Werte teilen. Die Frage bleibt nur, ob Israel die Werte von Deutschland aus dem Jahre 1939, oder eher die von 2009 teilt.
Schade: Kommentieren darf man den Blog von Svenja natürlich nicht. Handelt ja von unserer Partnerdemokratie Israel.
Aber lächeln, ganz viel, das darf man.
http://faz-community.faz.net/blogs/israelblog/default.aspx
Man kann sich die Telefonate mit der Redaktion vorstellen. Tenor: "Schreiben Sie weiter, wir halten Ihnen den Rücken frei."
"Aber die Kommentare?", fragt Svenja ehrlich.
"Einfach nicht mehr bringen. Haben Sie keine Studienkollegen, die Ihnen Kommentare schreiben?"
Svenja: "Nicht bei diesem Thema."
Nachdem ein FAZ User "christianhinterhuber" offensichtlich diesen Artikel las, wie man seinem Kommentar entnehmen kann:
http://faz-community.faz.net/blogs/israelblog/archive/2009/08/25/israelischer-organklau-zweite-runde.aspx
hat Svenja einfach den Link zu diesem Artikel gelöscht, in der Hoffnung, dann würde dieser nicht publik.
Leider zeigen die Referer nicht nur, daß der Link bereits drin war:
2 http://faz-community.faz.net/blogs/israelblog/archive/2009/08/25/israelischer-organklau-zweite-runde.aspx
sondern auch, daß nach der Entfernung user bei Google den Link suchten:
1 Search request: Svenja Kleinschmidt
1 Search request: svenja kleinschmidt gaza lächeln
2 Search request: svenja gaza lächeln
Damit ist die Zensur in der FAZ nachgewiesen. Ja, ja, die westlichen Werte des Journalismus. Ethos. Moral. Da können doch die undemokratischen Araber etwas lernen, oder?
"Zwischen Techno und Talmud" heißt der neue Israel-Blog in der FAZ von Svenja Kleinschmidt. Nach monatelanger Preisung der mediterranen Lebensart und des Kosmopolitismus dieser einzigen Demokratie auf der Welt brilliert sie nun auch mit guten Nachrichten aus dem Heiligen Land:
"Eine Studie hat herausgefunden: die Israelis lächeln gerne, sogar ständig. Die Religiösen am liebsten, die Säkularen weniger. Und Obamas Lächeln, das finden sie ebenfalls zum Grinsen, nur zwei israelische Schönheiten können ihn toppen.
Die Studie des „Market Watch Institute“ wurde unter 497 Bewohnern Israels durchgeführt. Sie soll herausgefunden haben, dass die Israelis sich nicht scheren um Wirtschaftskrise oder Krieg im eigenen Land, sie lächeln weiter. Ein optimistisches Völkchen."

Svenja berichtet aus dem Land des Lächelns, nämlich aus Israel. Gut, daß sie an der Uni als Jungliberale bereits das Lächeln gelernt hat: Dann fällt sie in Israel nicht so auf.
Quelle:
http://faz-community.faz.net/blogs/israelblog/archive/2009/08/23/das-laecheln-der-israelis-sexy-politikerinnen-und-rabbis-gegen-oeffentliches-pinkeln.aspx
Soweit, so unpolitisch - halt, "Krieg im eigenen Land"? Was könnte Svenja damit meinen? Libanon und Gaza, gegen die Israel gerade zwei Kriege geführt hat, haben doch keinen Krieg IN Israel geführt, sondern Israel hat einen Krieg IM Libanon und Gaza geführt. Vielleicht meint Svenja aber, dass zumindest Gaza doch das "eigene Land" Israel ist, das Westjordanland auf jeden Fall.
Ein Grund zum Lächeln, besonders für Religiöse: Krieg im eigenen Land.
Das sollte sie aber nicht so laut sagen in Israel, denn dann wären alle Morde und Zerstörungen in Gaza nach israelischem Recht zu bestrafen, vor allem aber dürften die Insassen von Gaza in ihrem Land, also in Israel, wählen und Sozialhilfe beantragen. Dito im Westjordanland.
Smilie-Svenja als palästinensische Revolutionärin, als Leila Khaled eines subversiven, deutschen Untergrundes in Tel Aviv, der klammheimlich dafür sorgt, daß die Palästinensergebiete im eigenen Land liegen, also ein trojanisches Pferd sind?
Es ist aber eher zu befürchten, daß die angehende FAZ-Journalistin Svenja nicht weiß, daß die Palästinensergebiete weder offiziell noch inoffiziell zu Israel gehören und eine UN-Resolution deren Rückgabe verlangt.
Das muß sie bei der FAZ auch gar nicht wissen. Deshalb kann sie auch die Befragung von 497 Personen im Land des Lächelns als "Studie" bezeichnen.
Und deshalb kann man in der FAZ auch unwidersprochen ab und an lesen, daß Deutschland und Israel gemeinsame Werte teilen. Die Frage bleibt nur, ob Israel die Werte von Deutschland aus dem Jahre 1939, oder eher die von 2009 teilt.
Schade: Kommentieren darf man den Blog von Svenja natürlich nicht. Handelt ja von unserer Partnerdemokratie Israel.
Aber lächeln, ganz viel, das darf man.
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Samstag, 17. Januar 2009
Deutsche Juden und Jüdinnen sagen NEIN zum Morden durch Israel - Veröffentlichung von Anzeige und Spendenaufruf deutscher Juden
emile zola, 10:07h
AKTUELL: SPIEGEL verbietet Diskussion des Aufrufes!
Nachdem SPIEGEL-Forums Teilnehmer Hans Hinterleitner den Link zum Aufruf in der SZ postete
http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=6014&page=122
durfte er nicht mehr posten, ebenso jene User, die ihn zitierten. Die von Israel bezahlten Berufsposter Michael Schnarch, Ulrich Berger, "Maspik", der inzwischen moderatere Emil Peisker, Landegaard und andere sind wieder unter sich.
Hoffentlich nimmt sich die EJJP dieser Situation an. Mehr zur Zensur im SPIEGEL-Forum auch hier:
http://schweigenzuisrael.blogger.de/stories/892960/
Hier der vom SPIEGEL unterdrückte Aufruf der EJJP:
Nachdem die deutsche Sektion der Organisation der Europäischen Juden für Frieden in Palästina (EJJP)
Webseite: http://www.ejjp.org

Plakat der EJJP für friedliches Zusammenleben von Israelis und Palästinensern
keine eigene Webseite hat, haben wir uns entschlossen, die Anzeige der EJJP Deutschland in der heutigen Süddeutschen Zeitung (17.1.2009) auf Seite 10 hier zu veröffentlichen und dazu aufzurufen, den Initiatoren zu spenden, um diese Form der Öffentlichkeitsarbeit für Frieden in Palästina zu honorieren:
"ANZEIGE
Deutsche Juden und Jüdinnen sagen NEIN zum Morden der israelischen Armee
Nach einer 18 Monate währenden Blockade, nach systematischer und umfassender Bombardierung eines unentrinnbar umschlossenen Landstreifens, der mit 1,5 Millionen Menschen der dichtest besiedelste Raum der Welt ist, nach einem Blutbad, das über 1000 Menschen in den Tod gerissen, Tausende schwer verletzt und die gesamte Bevölkerung von Gaza traumatisiert hat, nach den unsäglichen Zerstörungen, die seit dem 27. Dezember die Weltöffentlichkeit täglich entsetzen, - nach all diesem gibt es immer noch Stimmen, die diese Maßnahmen Israels als gerechtfertigt, human und notwendig bezeichnen.
(fett): Wir sind über diese Unmenschlichkeit erschüttert!
Dass das europäische Judentum Opfer eines von Deutschland verübten mörderischen Unrechts wurde - gibt dies nun dem jüdischen Staat das Recht, Anderen Unrecht zu tun? Glauben deutsche Politiker wirklich, es sei eine Wiedergutmachung der Ermordung unserer jüdischen Verwandtschaft, dass nun Israel haltlos und bindungslos alles machen darf, was ihm einfällt?
Wir appellieren an die deutsche Regierung darauf hinzuwirken, dass die EU-Kommission dem Morden in Gaza ein Ende setzt. Der Schlüssel zu einem Ende des Bombardements von Gaza und der erdrückenden jahrelangen Blockade Gazas durch Israel liegt bei der EU. Es gibt keine Alternative zu Verhandlungen mit Hamas, denn dies ist die gewählte Vertretung der Palästinenser. Hamas benutzt terroristische Methoden, aber das tut die gewählte israelische Regierung auch, und zwar hundertfach effektiver.
Israel kann durch Abschreckung nur einen Pyrrhusfrieden erzielen. Durch Verhandlungen über eine gerechte Lösung für die Palästinenser, ein Ende der Besiedelung der West Bank und der Blockade Gazas hätte Israel schon längst maximalen Schutz für die eigene Bevölkerung herstellen können: Einen dauerhaften Frieden. Dahin muss die internationale Gemeinschaft Israel bringen.
Unterzeichnet von:
Galit Altshuler
Asaf Angermann
Esther Bejarano
Stacey Blatt
Prof. Dr. Michael Bodemann
Gideon Boss
Dr. Eliav Brand
Elias Davidsson
Prof. Dr. Almut Sh. Bruckstein-Coruh
Prof. Dr. Wolfgang Edelstein
Hedy Epstein
Ursula Epstein
Erica Fischer
Ilil Friedman
Ruth Fruchtman
Iris Hefets
Dr. Ronit Land
Dr. Jean Joseph Lévy
Jonathan Kaiser
Michael Kaiser-Livne
Dr. Kate P. Katzenstein-Leiterer
Felicia Langer
Mieciu Moshe Langer
Dr. Edith Lutz
Abraham Melzer
Petra Mendelsohn
Moshe Perlstein
Prof. Dr. Fanny Michaela Reisin
Michael Riese
Prof. Dr. Paul Otto Samuelsdorff
Nirit Sommerfeld
Tanya Ury
Prof. Dr. Rolf Verleger
Dr. Susan Winnett
Barbara Wolterstädt
Bitte unterstützen Sie die Finanzierung dieser Anzeige:
Jüdische Stimme für gerechten Frieden im Nahen Osten, EJJP Deutschland, Berlin-Friedrichshain.
Konto-Nr.: 1053200
BLZ: 100 205 00"
Bitte beachtet auch diesen Bericht:
http://www.spiegelfechter.com/wordpress/465/israel-kontra-volkerrecht
und das You Tube Video mit dem palästinensischen Arzt, dessen drei Kinder von Israelis ermordet wurden und der dafür sogar noch von Israelis beschimpft wurde:
Nachdem SPIEGEL-Forums Teilnehmer Hans Hinterleitner den Link zum Aufruf in der SZ postete
http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=6014&page=122
durfte er nicht mehr posten, ebenso jene User, die ihn zitierten. Die von Israel bezahlten Berufsposter Michael Schnarch, Ulrich Berger, "Maspik", der inzwischen moderatere Emil Peisker, Landegaard und andere sind wieder unter sich.
Hoffentlich nimmt sich die EJJP dieser Situation an. Mehr zur Zensur im SPIEGEL-Forum auch hier:
http://schweigenzuisrael.blogger.de/stories/892960/
Hier der vom SPIEGEL unterdrückte Aufruf der EJJP:
Nachdem die deutsche Sektion der Organisation der Europäischen Juden für Frieden in Palästina (EJJP)
Webseite: http://www.ejjp.org

Plakat der EJJP für friedliches Zusammenleben von Israelis und Palästinensern
keine eigene Webseite hat, haben wir uns entschlossen, die Anzeige der EJJP Deutschland in der heutigen Süddeutschen Zeitung (17.1.2009) auf Seite 10 hier zu veröffentlichen und dazu aufzurufen, den Initiatoren zu spenden, um diese Form der Öffentlichkeitsarbeit für Frieden in Palästina zu honorieren:
"ANZEIGE
Deutsche Juden und Jüdinnen sagen NEIN zum Morden der israelischen Armee
Nach einer 18 Monate währenden Blockade, nach systematischer und umfassender Bombardierung eines unentrinnbar umschlossenen Landstreifens, der mit 1,5 Millionen Menschen der dichtest besiedelste Raum der Welt ist, nach einem Blutbad, das über 1000 Menschen in den Tod gerissen, Tausende schwer verletzt und die gesamte Bevölkerung von Gaza traumatisiert hat, nach den unsäglichen Zerstörungen, die seit dem 27. Dezember die Weltöffentlichkeit täglich entsetzen, - nach all diesem gibt es immer noch Stimmen, die diese Maßnahmen Israels als gerechtfertigt, human und notwendig bezeichnen.
(fett): Wir sind über diese Unmenschlichkeit erschüttert!
Dass das europäische Judentum Opfer eines von Deutschland verübten mörderischen Unrechts wurde - gibt dies nun dem jüdischen Staat das Recht, Anderen Unrecht zu tun? Glauben deutsche Politiker wirklich, es sei eine Wiedergutmachung der Ermordung unserer jüdischen Verwandtschaft, dass nun Israel haltlos und bindungslos alles machen darf, was ihm einfällt?
Wir appellieren an die deutsche Regierung darauf hinzuwirken, dass die EU-Kommission dem Morden in Gaza ein Ende setzt. Der Schlüssel zu einem Ende des Bombardements von Gaza und der erdrückenden jahrelangen Blockade Gazas durch Israel liegt bei der EU. Es gibt keine Alternative zu Verhandlungen mit Hamas, denn dies ist die gewählte Vertretung der Palästinenser. Hamas benutzt terroristische Methoden, aber das tut die gewählte israelische Regierung auch, und zwar hundertfach effektiver.
Israel kann durch Abschreckung nur einen Pyrrhusfrieden erzielen. Durch Verhandlungen über eine gerechte Lösung für die Palästinenser, ein Ende der Besiedelung der West Bank und der Blockade Gazas hätte Israel schon längst maximalen Schutz für die eigene Bevölkerung herstellen können: Einen dauerhaften Frieden. Dahin muss die internationale Gemeinschaft Israel bringen.
Unterzeichnet von:
Galit Altshuler
Asaf Angermann
Esther Bejarano
Stacey Blatt
Prof. Dr. Michael Bodemann
Gideon Boss
Dr. Eliav Brand
Elias Davidsson
Prof. Dr. Almut Sh. Bruckstein-Coruh
Prof. Dr. Wolfgang Edelstein
Hedy Epstein
Ursula Epstein
Erica Fischer
Ilil Friedman
Ruth Fruchtman
Iris Hefets
Dr. Ronit Land
Dr. Jean Joseph Lévy
Jonathan Kaiser
Michael Kaiser-Livne
Dr. Kate P. Katzenstein-Leiterer
Felicia Langer
Mieciu Moshe Langer
Dr. Edith Lutz
Abraham Melzer
Petra Mendelsohn
Moshe Perlstein
Prof. Dr. Fanny Michaela Reisin
Michael Riese
Prof. Dr. Paul Otto Samuelsdorff
Nirit Sommerfeld
Tanya Ury
Prof. Dr. Rolf Verleger
Dr. Susan Winnett
Barbara Wolterstädt
Bitte unterstützen Sie die Finanzierung dieser Anzeige:
Jüdische Stimme für gerechten Frieden im Nahen Osten, EJJP Deutschland, Berlin-Friedrichshain.
Konto-Nr.: 1053200
BLZ: 100 205 00"
Bitte beachtet auch diesen Bericht:
http://www.spiegelfechter.com/wordpress/465/israel-kontra-volkerrecht
und das You Tube Video mit dem palästinensischen Arzt, dessen drei Kinder von Israelis ermordet wurden und der dafür sogar noch von Israelis beschimpft wurde:
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Samstag, 3. Januar 2009
UN läßt Morde in Gaza zu
emile zola, 20:31h
Laut ZDF "Heute" fordert die israelische Armee mit Flugblättern die Bevökerung zu Beginn der Bodenoffensive von Gaza zur Flucht auf.
Von 1,5 Millionen Menschen sind 1 Million Frauen, Alte und Kinder:

Bitte dabei nicht an die einzigartigen Verbrechen in Auschwitz denken: Von Israelis ermordete Kinder in Gaza
...und 20.000 Mitglieder der Hamas, davon aber nur 3.000 militant, also bewaffnet. Hier ein Bild mit den typischen Selbstmordattentätern der Hamas, die mit ihren Bomben auf dem Dach gwerade den israelischen Sperrzaun durchbrechen möchten:

Wohin sollen diese Menschen?
Nach Israel? Ins Meer? Nach Ägypten?
Ausländische Journalisten dürfen gar nicht nach Gaza einreisen - von Israel aus. Sie könnten, so die Begründung des "Presseministeriums", von der Hamas verfälschte Informationen bringen, die "Israel schaden".
Was, in Gottes Namen, soll diesem schrecklichen Terrorstaat jetzt noch schaden? Und so bricht Israel zum Endsieg auf und wird sich buchstäblich totsiegen mit seinen von den USA gelieferten, überlegenen Waffen.
Aber Frieden oder gar "Existenzrecht" wird es nun nie wieder bekommen.
Von 1,5 Millionen Menschen sind 1 Million Frauen, Alte und Kinder:

Bitte dabei nicht an die einzigartigen Verbrechen in Auschwitz denken: Von Israelis ermordete Kinder in Gaza
...und 20.000 Mitglieder der Hamas, davon aber nur 3.000 militant, also bewaffnet. Hier ein Bild mit den typischen Selbstmordattentätern der Hamas, die mit ihren Bomben auf dem Dach gwerade den israelischen Sperrzaun durchbrechen möchten:

Wohin sollen diese Menschen?
Nach Israel? Ins Meer? Nach Ägypten?
Ausländische Journalisten dürfen gar nicht nach Gaza einreisen - von Israel aus. Sie könnten, so die Begründung des "Presseministeriums", von der Hamas verfälschte Informationen bringen, die "Israel schaden".
Was, in Gottes Namen, soll diesem schrecklichen Terrorstaat jetzt noch schaden? Und so bricht Israel zum Endsieg auf und wird sich buchstäblich totsiegen mit seinen von den USA gelieferten, überlegenen Waffen.
Aber Frieden oder gar "Existenzrecht" wird es nun nie wieder bekommen.
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Israelische Propaganda im SPIEGEL-Forum
emile zola, 00:43h
Unabhängig von der Frage, inwieweit durch SPIEGEL-Hausautor Henryk M. Broder das gesamte Spiegel-Forum zensiert wird, hat User mammasehen gerade folgende SPON-Geschichte gepostet:
"Israelische Lügenpropaganda auf Spiegel Online
Ich wundere mich, warum dieser seit gestern 5 x geposteter Beitrag nicht veröffentlich wird. Hier scheint tatsächlich etwas faul an den israelischen Angaben im SPON.
Der Spon zitiert eine israelische Armeeangehörige (in dem Text steht übrigens nicht, dass der angeblich abkommandierte Sohn Nisar Rajans den dubiosen Anschlag ausgeübt hat - ich habe in der Tat noch nicht einmal etwas über den Anschlag selber finden können - in keinen der Online-Medienarchiven):
"...und er habe beispielsweise seinen eigenen Sohn im Jahr 2002 zu einem Selbstmordanschlag in die ehemalige Siedlung Elei Sinai im Gaza-Streifen abkommandiert. Bei einem zweifachen Selbstmordanschlag in der israelischen Hafenstadt waren am 14. März 2004 insgesamt elf Menschen getötet worden."
Aus:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,599061,00.html
CNN Turk schreib gestern (Übersetzt aus dem Türkischen):
"Rayan'ın kardeşi de 2005 yılı eylülünde, Hamas'ın düzenlediği bir gösteri sırasında meydana gelen patlamada ölmüştü."
Übersetzung: "Auch Rayans Bruder kam im September 2005 während einer von der Hamas organisierten Propaganda durch eine Explosion ums Leben."
http://www.cnnturk.com/2009/dunya/01/01/hamas.yetkilisi.nizar.rayyan.olduruldu/507153.0/index.html
Selbe Nachricht ist auch im Spon von 2005 zu finden:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,376287,00.html
***
Die Frage, die bleibt:
Kann es tatsächlich sein, dass wir bewusst desinformiert werden? Warum gibt es nicht mehr Quellen zu dem angeblichen Selbstmord-Attentäter-Sohn Nisar Rajan´s?
Acht Kinder und ihre Mutter werden mit einer Rakete gezielt ermordet und wir bekommen Informationen zu lesen, die vollkommen unkritisch und 1zu1 von der israelische Armee zusteckt worden zu sein scheinen.
Dieser Beitrag und alle auf diese Thematik von mir verfassten Beiträge wurden von den Spon-Moderatoren zensiert.
Das ist durchaus ein Fall für die Öffentlichkeit. Das hier ist a u c h Öffentlichkeit, danke dafür!!!"
Falls User zu dieser Story Näheres wissen, bitten wir hier um Mitteilung. Danke!
"Israelische Lügenpropaganda auf Spiegel Online
Ich wundere mich, warum dieser seit gestern 5 x geposteter Beitrag nicht veröffentlich wird. Hier scheint tatsächlich etwas faul an den israelischen Angaben im SPON.
Der Spon zitiert eine israelische Armeeangehörige (in dem Text steht übrigens nicht, dass der angeblich abkommandierte Sohn Nisar Rajans den dubiosen Anschlag ausgeübt hat - ich habe in der Tat noch nicht einmal etwas über den Anschlag selber finden können - in keinen der Online-Medienarchiven):
"...und er habe beispielsweise seinen eigenen Sohn im Jahr 2002 zu einem Selbstmordanschlag in die ehemalige Siedlung Elei Sinai im Gaza-Streifen abkommandiert. Bei einem zweifachen Selbstmordanschlag in der israelischen Hafenstadt waren am 14. März 2004 insgesamt elf Menschen getötet worden."
Aus:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,599061,00.html
CNN Turk schreib gestern (Übersetzt aus dem Türkischen):
"Rayan'ın kardeşi de 2005 yılı eylülünde, Hamas'ın düzenlediği bir gösteri sırasında meydana gelen patlamada ölmüştü."
Übersetzung: "Auch Rayans Bruder kam im September 2005 während einer von der Hamas organisierten Propaganda durch eine Explosion ums Leben."
http://www.cnnturk.com/2009/dunya/01/01/hamas.yetkilisi.nizar.rayyan.olduruldu/507153.0/index.html
Selbe Nachricht ist auch im Spon von 2005 zu finden:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,376287,00.html
***
Die Frage, die bleibt:
Kann es tatsächlich sein, dass wir bewusst desinformiert werden? Warum gibt es nicht mehr Quellen zu dem angeblichen Selbstmord-Attentäter-Sohn Nisar Rajan´s?
Acht Kinder und ihre Mutter werden mit einer Rakete gezielt ermordet und wir bekommen Informationen zu lesen, die vollkommen unkritisch und 1zu1 von der israelische Armee zusteckt worden zu sein scheinen.
Dieser Beitrag und alle auf diese Thematik von mir verfassten Beiträge wurden von den Spon-Moderatoren zensiert.
Das ist durchaus ein Fall für die Öffentlichkeit. Das hier ist a u c h Öffentlichkeit, danke dafür!!!"
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Dienstag, 30. Dezember 2008
Ein Blick auf die aktuellen Referer
emile zola, 20:22h
zeigt, wie lebendig jetzt in Deutschland über Israels Friedensmission in Palästina diskutiert wird:
Visits Referrer
1 http://forum.spiegel.de/newreply.php?do=postreply&...
2 http://forum.spiegel.de/showthread.php?p=3153953
6 http://forum.spiegel.de/showthread.php?p=3153956
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4 http://forum.spiegel.de/showthread.php?p=3154157
1 http://forum.spiegel.de/showthread.php?s=d6b38f6bf...
1 http://forum.spiegel.de/showthread.php?s=eeda2e2bc...
1 http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=5940&page...
1 http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=5940&page...
22 http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=5940&page...
24 http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=5940&page...
2 http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=5940&page...
2 http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=5940&page...
6 http://www.123people.at/s/Michael%20Schnarch
4 http://www.blogger.de
1 Search request: http://schweigenzuisrael.blogger.de/stories/936588/
3 Search request: michael schnarch
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2 http://www.mein-parteibuch.com/wiki/Michael_Schnar...
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1 http://www.yasni.de/person/schnarch/michael/michae...
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Sonntag, 28. Dezember 2008
Israelische Polizei verhaftet Friedensaktivistin
emile zola, 08:45h
Israelische Polizei verhaftet Mitbegründerin der Internationalen Solidaritätsbewegung
Dezember 23, 2008 By: Kiefah Category: Israel, Menschen & Hintergründe, Ramallah Region, Unter Belagerung, Weg zur Apartheid, Widerstand & Solidarität
Die Mitbegründerin der Internationalen Solidaritätsbewegung, Neta Golan, ist bei ihrer Ausreise aus dem Gaza-Streifen am Übergang Eretz von der israelischen Polizei verhaftet worden.
Golan, die mit einem Palästinenser verheiratet ist und in Ramallah wohnt, durchbrach mit 17 weiteren Menschenrechtsaktivisten am vergangenen Samstag mit dem Schiff Dignity die Blockade des Gaza-Streifens. Damit konnte zum fünften Mal die Free-Gaza-Bewegung die Blockade durchbrechen.
Sie halte es für ihre Pflicht, in den Gaza-Streifen zu fahren, um dort sehen, was der israelische Staat den Menschen antue. Die Politik des Staates gegenüber der Bevölkerung in Gaza sei das eigentliche Verbrechen. Nun sei es an der Zeit, dass die internationale Gemeinschaft handelt und ihre Solidarität mit dem palästinensischen Volk zeige, forderte Golan.
Die 38-Jährige, die am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt werden soll, besuchte während ihres dreitägigen Aufenthalts verschiedene Krankenhäuser, Schulen und landwirtschaftliche Einrichtungen.
Quelle:
http://www.ism-germany.net/2008/12/23/israelische-polizei-verhaftet-mitbegrnderin-der-internationalen-solidarittsbewegung
Dezember 23, 2008 By: Kiefah Category: Israel, Menschen & Hintergründe, Ramallah Region, Unter Belagerung, Weg zur Apartheid, Widerstand & Solidarität
Die Mitbegründerin der Internationalen Solidaritätsbewegung, Neta Golan, ist bei ihrer Ausreise aus dem Gaza-Streifen am Übergang Eretz von der israelischen Polizei verhaftet worden.
Golan, die mit einem Palästinenser verheiratet ist und in Ramallah wohnt, durchbrach mit 17 weiteren Menschenrechtsaktivisten am vergangenen Samstag mit dem Schiff Dignity die Blockade des Gaza-Streifens. Damit konnte zum fünften Mal die Free-Gaza-Bewegung die Blockade durchbrechen.
Sie halte es für ihre Pflicht, in den Gaza-Streifen zu fahren, um dort sehen, was der israelische Staat den Menschen antue. Die Politik des Staates gegenüber der Bevölkerung in Gaza sei das eigentliche Verbrechen. Nun sei es an der Zeit, dass die internationale Gemeinschaft handelt und ihre Solidarität mit dem palästinensischen Volk zeige, forderte Golan.
Die 38-Jährige, die am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt werden soll, besuchte während ihres dreitägigen Aufenthalts verschiedene Krankenhäuser, Schulen und landwirtschaftliche Einrichtungen.
Quelle:
http://www.ism-germany.net/2008/12/23/israelische-polizei-verhaftet-mitbegrnderin-der-internationalen-solidarittsbewegung
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Samstag, 27. Dezember 2008
200 Kinder in Gaza ermordet - und Deutschland schweigt
emile zola, 21:17h
Die deutschen Medien wissen es aus israelischer Propaganda wieder ganz genau: "Stellungen der Hamas" in Gaza seien von Israel angegriffen worden.
Es gibt aber keine Stellungen der Hamas und der unter den von Israel ermordeten Menschen befindliche Polizeichef von Gaza hat sicher zu keinem Zeitpunkt Raketen auf Israel gesendet.
Er hat nur - anders als Israel - keine Armee und keine Waffen, um dies zu verhindern.
Die Luftangriffe auf Gaza zeigen, was Israel letztlich nur ist: Ein krimineller, terroristischer Staat, der im Namen der eigenen Superiorität meint, jede UNO-Resolution negieren zu können (Resolution 242, die seit Jahrzehnten verlangt, die besetzten Gebiete zurückzugeben) und jede Gelegenheit benutzt, anstelle von Friedensverhandlungen unsägliches Leid unter der Zivilbevölkerung in Gaza, Westjordanland und Libanon anzurichten.
Es ist traurig zu sehen, wie die Bundesregierung diesem 40-jährigen Morden zusieht und stattdessen völlig unnütz in Afghanistan steht.
Es ist an der Zeit, die Befürworter dieser Terrorakte in Deutschland wegen des Aufrufes zur Gewalt anzuzeigen und die staatliche Förderung für die jüdischen Gemeinden in Deutschland einzustellen, deren Hassprediger seit Jahren diese Massaker befürworten und unterstützen, ja, sogar die deutsche Regierung erpressen, tatenlos zuzusehen.
Das übernatürliche, von Israel beanspruchte "Existenzrecht" hat nun keinen völkerrechtlichen Bestand mehr, denn Israel verteidigt sich bereits seit 40 Jahren nicht mehr gegen Angriffe von Nachbarländern, sondern terrorisiert nur noch die formell eigene Bevölkerung, nämlich jene 3,5 Milionen Menschen jüdischer Abstammung, die als "Palästinenser" zu vogelfreien Untermenschen deklariert und beliebig ohne Strafe von der IDF und Siedlern ermordet werden dürfen.
Deutsche Bürger werden diesem Morden nicht mehr zusehen, während sie gleichzeitig täglich an das an Juden begangene Unrecht im II. Weltkrieg erinnert werden sollen.
Uns interessiert das Unrecht, das JETZT begangen wird, egal, ob von Nazis oder von Juden!
Deutsche demonstrieren in Passau gegen das Attentat auf den Polizeichef, das von Neonazis verübt wurde. Das ist Zivilcourage.
Wann gehen sie gegen den Zentralrat der Juden auf die Straße?
Das ist auch Zivilcourage!
Es gibt aber keine Stellungen der Hamas und der unter den von Israel ermordeten Menschen befindliche Polizeichef von Gaza hat sicher zu keinem Zeitpunkt Raketen auf Israel gesendet.
Er hat nur - anders als Israel - keine Armee und keine Waffen, um dies zu verhindern.
Die Luftangriffe auf Gaza zeigen, was Israel letztlich nur ist: Ein krimineller, terroristischer Staat, der im Namen der eigenen Superiorität meint, jede UNO-Resolution negieren zu können (Resolution 242, die seit Jahrzehnten verlangt, die besetzten Gebiete zurückzugeben) und jede Gelegenheit benutzt, anstelle von Friedensverhandlungen unsägliches Leid unter der Zivilbevölkerung in Gaza, Westjordanland und Libanon anzurichten.
Es ist traurig zu sehen, wie die Bundesregierung diesem 40-jährigen Morden zusieht und stattdessen völlig unnütz in Afghanistan steht.
Es ist an der Zeit, die Befürworter dieser Terrorakte in Deutschland wegen des Aufrufes zur Gewalt anzuzeigen und die staatliche Förderung für die jüdischen Gemeinden in Deutschland einzustellen, deren Hassprediger seit Jahren diese Massaker befürworten und unterstützen, ja, sogar die deutsche Regierung erpressen, tatenlos zuzusehen.
Das übernatürliche, von Israel beanspruchte "Existenzrecht" hat nun keinen völkerrechtlichen Bestand mehr, denn Israel verteidigt sich bereits seit 40 Jahren nicht mehr gegen Angriffe von Nachbarländern, sondern terrorisiert nur noch die formell eigene Bevölkerung, nämlich jene 3,5 Milionen Menschen jüdischer Abstammung, die als "Palästinenser" zu vogelfreien Untermenschen deklariert und beliebig ohne Strafe von der IDF und Siedlern ermordet werden dürfen.
Deutsche Bürger werden diesem Morden nicht mehr zusehen, während sie gleichzeitig täglich an das an Juden begangene Unrecht im II. Weltkrieg erinnert werden sollen.
Uns interessiert das Unrecht, das JETZT begangen wird, egal, ob von Nazis oder von Juden!
Deutsche demonstrieren in Passau gegen das Attentat auf den Polizeichef, das von Neonazis verübt wurde. Das ist Zivilcourage.
Wann gehen sie gegen den Zentralrat der Juden auf die Straße?
Das ist auch Zivilcourage!
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Mittwoch, 12. November 2008
Der Julius Streicher des deutschen Judentums
emile zola, 12:45h
Noch im Jahre 2001 spottete Henryk Broder über Rafael Seligmann, er wäre zu deutschfreundlich, denn er spräche von "Wir Deutschen":
http://www.henryk-broder.de/html/schm_seligmann2.html
und setzte ihm ein Narrenkäppi auf:

Nun, zumindest, was die unschönere deutsche Tradition angeht, zeigt Rafael Seligmann, hier mit "Hitler"-Buch

das man nicht alles verdammen muß, was es im Nationalsozialismus gab. Insbesondere die Propagandasprache des Stürmers hat es Rafael Seligmann so angetan, daß er am 12. November 2008 diesen Kommentar in der BILD-Zeitung veröffentlichen durfte:
"Verhindert neue Morde!
Von Rafael Seligmann
Deutschland und die Welt haben am 9. November ihre Pflicht getan. Die Juden betrauert, die vor 70 Jahren von den Nazis in der „Kristallnacht“ erschlagen wurden. Und die sechs Millionen, die Hitlers willige Helfer in der Shoah ermordeten.
Heute leben die Juden in unserer Mitte sicher, gut bewacht.
Damit ist die Gefahr keineswegs gebannt. Der Hitler unserer Tage heißt Ahmadinedschad. Irans Präsident ruft zur Vernichtung Israels auf. Seine Wissenschaftler entwickeln Kernwaffen und Raketen.
Ihr Ziel ist die Ermordung von Millionen Israelis. Die Welt hebt den Zeigefinger – und lässt den Möchtegern-Mörder gewähren.
Statt am 9. November folgenlos toter Juden zu gedenken, müssen wir neue Morde verhindern. Nicht nur an Juden. Auch an Christen im Sudan. Dort erschlugen Islamisten zwei Millionen Menschen.
Die Lehre des 9. November lautet: Legt den Massenmördern und jenen, die es versuchen, das Handwerk, solange es Zeit ist."
Quelle:
http://www.bild.de/BILD/news/standards/kommentar/2008/11/12/kommentar.html
Was der BILD-Leser nicht wissen kann und darf: Noch nie ist in Persien, das eine große jüdische Gemeinde hat, je ein Mensch jüdischen Glaubens ermordet worden. Noch nie hat der Iran ein anderes Land angegriffen. Keine Minderheit muß im Iran seit 40 Jahren in Lagern vegetieren.
Der BILD-Leser glaubt: Iran möchte den Holocaust der Juden. Dabei ruft nun Herr Seligmann zum Holocaust gegen die Perser auf: "das Handwerk", so Seligmann, soll ihnen gelegt werden.
So dachten einst paranoide Nazis, als sie eine "Jüdisch-bolschewistische Weltverschwörung" witterten, in deren Namen sie die größte Massenvernichtung der Geschichte anordneten. Präventiv, denn sie suggerierten "Die Juden" würden die Deutschen ausrotten wollen.
Daß heute nach dem 9. November so ein Kriegsaufruf erscheinen darf zeigt, wie paradox das "Nie wieder!" gerade in militanten Kreisen des Zionismus ist, die sich wünschen, die ganze Welt möge den israelischen Staatsterrorismus unterstützen und einen absurden Krieg gegen ein friedliches Land beginnen, dessen Erdöl die USA gerne hätten, um ihre Staatschuld zu tilgen.
http://www.henryk-broder.de/html/schm_seligmann2.html
und setzte ihm ein Narrenkäppi auf:

Nun, zumindest, was die unschönere deutsche Tradition angeht, zeigt Rafael Seligmann, hier mit "Hitler"-Buch

das man nicht alles verdammen muß, was es im Nationalsozialismus gab. Insbesondere die Propagandasprache des Stürmers hat es Rafael Seligmann so angetan, daß er am 12. November 2008 diesen Kommentar in der BILD-Zeitung veröffentlichen durfte:
"Verhindert neue Morde!
Von Rafael Seligmann
Deutschland und die Welt haben am 9. November ihre Pflicht getan. Die Juden betrauert, die vor 70 Jahren von den Nazis in der „Kristallnacht“ erschlagen wurden. Und die sechs Millionen, die Hitlers willige Helfer in der Shoah ermordeten.
Heute leben die Juden in unserer Mitte sicher, gut bewacht.
Damit ist die Gefahr keineswegs gebannt. Der Hitler unserer Tage heißt Ahmadinedschad. Irans Präsident ruft zur Vernichtung Israels auf. Seine Wissenschaftler entwickeln Kernwaffen und Raketen.
Ihr Ziel ist die Ermordung von Millionen Israelis. Die Welt hebt den Zeigefinger – und lässt den Möchtegern-Mörder gewähren.
Statt am 9. November folgenlos toter Juden zu gedenken, müssen wir neue Morde verhindern. Nicht nur an Juden. Auch an Christen im Sudan. Dort erschlugen Islamisten zwei Millionen Menschen.
Die Lehre des 9. November lautet: Legt den Massenmördern und jenen, die es versuchen, das Handwerk, solange es Zeit ist."
Quelle:
http://www.bild.de/BILD/news/standards/kommentar/2008/11/12/kommentar.html
Was der BILD-Leser nicht wissen kann und darf: Noch nie ist in Persien, das eine große jüdische Gemeinde hat, je ein Mensch jüdischen Glaubens ermordet worden. Noch nie hat der Iran ein anderes Land angegriffen. Keine Minderheit muß im Iran seit 40 Jahren in Lagern vegetieren.
Der BILD-Leser glaubt: Iran möchte den Holocaust der Juden. Dabei ruft nun Herr Seligmann zum Holocaust gegen die Perser auf: "das Handwerk", so Seligmann, soll ihnen gelegt werden.
So dachten einst paranoide Nazis, als sie eine "Jüdisch-bolschewistische Weltverschwörung" witterten, in deren Namen sie die größte Massenvernichtung der Geschichte anordneten. Präventiv, denn sie suggerierten "Die Juden" würden die Deutschen ausrotten wollen.
Daß heute nach dem 9. November so ein Kriegsaufruf erscheinen darf zeigt, wie paradox das "Nie wieder!" gerade in militanten Kreisen des Zionismus ist, die sich wünschen, die ganze Welt möge den israelischen Staatsterrorismus unterstützen und einen absurden Krieg gegen ein friedliches Land beginnen, dessen Erdöl die USA gerne hätten, um ihre Staatschuld zu tilgen.
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Freitag, 18. Juli 2008
Wenn Täter zu Opfern stilisiert werden
emile zola, 17:39h
Der SPIEGEL hat vor Ort recherchiert und ist zu dem Ergebnis gekommen, daß es nicht den Libanesen (1000 von Israel getötete Zivilisten, 3 Milliarden Euro Schäden im Überfall von 2006) vor einem neuen israelischen Angriff graut, sondern:
"Israel graut vor der nächsten Schlacht".
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,566481,00.html

Denn die Hizbollah, so Ulrike Puetz im SPIEGEL, sei zu "gespenstischer Größe erstarkt."
Nicht die Libanesen, die Israelis müßten sich fürchten.
Zitat:
"Doch ist es nicht nur ihr vermutlich verbessertes militärisches Arsenal, was die Hisbollah zu einer Gefahr für Israel werden lässt. Es ist vor allem die politische Gemengelage im Nahen Osten, die die Bedrohung seitens der Hisbollah wachsen lässt. Die Schiiten-Miliz darf wohl zu Recht als der lange Arm Irans direkt an der Grenze zu Israel gesehen werden. Einen Angriff Israels auf dessen Nuklearwaffenprogramm, wie er in den vergangenen Monaten immer wieder in Erwägung gezogen wurde, könnte Vergeltungsaktionen der Hisbollah nach sich ziehen.
Diese Möglichkeit führen viele im Munde, die sich gegen einen Angriff auf Iran aussprechen: Die Atomanlagen mögen 1500 Kilometer weit weg sein - die Streitmacht für den Gegenschlag aber vielleicht nur wenige Meter jenseits der Grenze warten."
Atomwaffen an der israelischen Grenze? Da doch lieber ab und zu den Libanon zerstören.
Der SPIEGEL wird es gut finden und dafür sorgen, daß dieser Propagandaartikel nicht in seinem Forum diskutiert werden darf.
Vielleicht hat ja 1939 doch Polen Deutschland überfallen?
"Israel graut vor der nächsten Schlacht".
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,566481,00.html

Denn die Hizbollah, so Ulrike Puetz im SPIEGEL, sei zu "gespenstischer Größe erstarkt."
Nicht die Libanesen, die Israelis müßten sich fürchten.
Zitat:
"Doch ist es nicht nur ihr vermutlich verbessertes militärisches Arsenal, was die Hisbollah zu einer Gefahr für Israel werden lässt. Es ist vor allem die politische Gemengelage im Nahen Osten, die die Bedrohung seitens der Hisbollah wachsen lässt. Die Schiiten-Miliz darf wohl zu Recht als der lange Arm Irans direkt an der Grenze zu Israel gesehen werden. Einen Angriff Israels auf dessen Nuklearwaffenprogramm, wie er in den vergangenen Monaten immer wieder in Erwägung gezogen wurde, könnte Vergeltungsaktionen der Hisbollah nach sich ziehen.
Diese Möglichkeit führen viele im Munde, die sich gegen einen Angriff auf Iran aussprechen: Die Atomanlagen mögen 1500 Kilometer weit weg sein - die Streitmacht für den Gegenschlag aber vielleicht nur wenige Meter jenseits der Grenze warten."
Atomwaffen an der israelischen Grenze? Da doch lieber ab und zu den Libanon zerstören.
Der SPIEGEL wird es gut finden und dafür sorgen, daß dieser Propagandaartikel nicht in seinem Forum diskutiert werden darf.
Vielleicht hat ja 1939 doch Polen Deutschland überfallen?
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Freitag, 2. Mai 2008
60 Jahre Israel, das deutsche Werte vor 1945 noch hochhält
emile zola, 18:58h
Lesen Sie hier wie in Medien wie BILD, WELT, ZEIT und Guardian Israels 60. Geburtstag gefeiert wird.
Fast klingt es unvorstellbar, daß nach 60 Jahren immer noch 3,5 Millionen Menschen in Lagern leben müssen, ohne Reisepässe, ohne Arbeit, ohne Gesundheit und Bildung, ohne Wahlrecht - und ohne jede Zukunft.
Zu verdanken haben Sie dies einem zynischen, selbsternannten Gottesstaat namens Israel, der jetzt mit Stolz dieses Unding auch noch feiert. Es gratulieren:
Die BILD Zeitung:
http://www.bild.de/BILD/news/kolumnen/2008/israel/05/02/israel,geo=4432586.html
"Zwischen Trauer und Stolz ", heißt der Artikel von Katja Stumpp. Zitat:
"Dennoch: Die Israelis wollen feiern, keine Frage. Das sonnige Land am Mittelmeer hat Partyenergie und genügend Alkohol! Dazu Falafel en masse um den Brand zu löschen. Im allgemeinen Jubel und Trubel gehen zwar die Sorgen nie unter.
Aber, so die selbstironische Bemerkung, die zu verschiedenen Anlässen zitiert wird: 'Sie wollten uns töten. Wir haben überlebt. Und jetzt lasst uns essen.'
"Sie", das sind diese 3,5 Millionen.
Nun, Frau Merkel hat Herrn Peres, dessen Lebenswerk das letzte rassistische Regime der Welt darstellt, bereits im März gratuliert.

Deutsche können stolz darauf sein, daß einstmals deutsche Traditionen wie Sippenhaft, "gezielte Tötung", vor allem aber Lagerhaltung und Mauerbau von Israel als letztem Land gepflegt werden, Traditionen, die nicht mehr in Deutschland lebendig sind.
So jedenfalls kommentiert offensichtlich Jörg Sutter die Israel-Hymne von Richard Herzinger in der WELT:
http://debatte.welt.de/kommentare/71326/mehr+als+die+vergangenheit+was+uns+an+israel+bindet
Äußerst elegant hat die ZEIT Harald Martenstein 60 Jahre Israel in einer von Harald Schmidt entliehenen
Küchentischlagebesprechung feiern lassen;
http://www.zeit.de/video/player?videoID=2008050838192e
Ganz anders feiern die britischen Juden Israel, nämlich gar nicht. Hier ein Zitat, das in allen deutschen Foren gelöscht würde, wenn es ein Deutscher schreiben würde:
"We cannot celebrate the birthday of a state founded on terrorism, massacres and the dispossession of another people from their land."
Chuzpe! nennt man das in Jidisch.
Quelle: http://www.guardian.co.uk/world/2008/apr/30/israelandthepalestinians
Fast klingt es unvorstellbar, daß nach 60 Jahren immer noch 3,5 Millionen Menschen in Lagern leben müssen, ohne Reisepässe, ohne Arbeit, ohne Gesundheit und Bildung, ohne Wahlrecht - und ohne jede Zukunft.
Zu verdanken haben Sie dies einem zynischen, selbsternannten Gottesstaat namens Israel, der jetzt mit Stolz dieses Unding auch noch feiert. Es gratulieren:
Die BILD Zeitung:
http://www.bild.de/BILD/news/kolumnen/2008/israel/05/02/israel,geo=4432586.html
"Zwischen Trauer und Stolz ", heißt der Artikel von Katja Stumpp. Zitat:
"Dennoch: Die Israelis wollen feiern, keine Frage. Das sonnige Land am Mittelmeer hat Partyenergie und genügend Alkohol! Dazu Falafel en masse um den Brand zu löschen. Im allgemeinen Jubel und Trubel gehen zwar die Sorgen nie unter.
Aber, so die selbstironische Bemerkung, die zu verschiedenen Anlässen zitiert wird: 'Sie wollten uns töten. Wir haben überlebt. Und jetzt lasst uns essen.'
"Sie", das sind diese 3,5 Millionen.
Nun, Frau Merkel hat Herrn Peres, dessen Lebenswerk das letzte rassistische Regime der Welt darstellt, bereits im März gratuliert.

Deutsche können stolz darauf sein, daß einstmals deutsche Traditionen wie Sippenhaft, "gezielte Tötung", vor allem aber Lagerhaltung und Mauerbau von Israel als letztem Land gepflegt werden, Traditionen, die nicht mehr in Deutschland lebendig sind.
So jedenfalls kommentiert offensichtlich Jörg Sutter die Israel-Hymne von Richard Herzinger in der WELT:
http://debatte.welt.de/kommentare/71326/mehr+als+die+vergangenheit+was+uns+an+israel+bindet
Äußerst elegant hat die ZEIT Harald Martenstein 60 Jahre Israel in einer von Harald Schmidt entliehenen
Küchentischlagebesprechung feiern lassen;
http://www.zeit.de/video/player?videoID=2008050838192e
Ganz anders feiern die britischen Juden Israel, nämlich gar nicht. Hier ein Zitat, das in allen deutschen Foren gelöscht würde, wenn es ein Deutscher schreiben würde:
"We cannot celebrate the birthday of a state founded on terrorism, massacres and the dispossession of another people from their land."
Chuzpe! nennt man das in Jidisch.
Quelle: http://www.guardian.co.uk/world/2008/apr/30/israelandthepalestinians
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Sonntag, 2. März 2008
Schlimmer als ein Verbrechen
emile zola, 19:15h
von Uri Avnery
26.01.2008 — uri-avnery.de
ES SAH AUS wie der Fall der Berliner Mauer. Und es sah nicht nur so aus. Einen Augenblick lang war der Rafah-Übergang das Brandenburger Tor.
Es ist unmöglich, nicht die Hochstimmung mitzuempfinden, als die Massen der unterdrückten und hungrigen Leute die Mauer durchbrachen und mit strahlenden Augen jeden, den sie trafen, umarmten – dies mitzufühlen, auch wenn es die eigene Regierung ist, die die Mauer überhaupt errichtet hat.
Der Gazastreifen ist das größte Gefängnis der Erde. Der Durchbruch der Rafahmauer war ein Befreiungsschlag. Er beweist, dass eine unmenschliche Politik immer eine dumme Politik ist: Keine Macht der Welt kann eine Masse Menschen aufhalten, die die Grenze der Verzweiflung überschritten hat.
Das ist die Lektion von Gaza im Januar 2008.
MAN KÖNNTE den berühmten Ausspruch des französischen Staatsmannes Boulay de la Meurthe leicht verändert wiederholen: „Es ist schlimmer als ein Kriegsverbrechen, es ist ein törichter Fehler !“
Vor Monaten verhängten die beiden Ehuds – Barak und Olmert – eine Blockade über den Gazastreifen und brüsteten sich damit auch noch. In letzter Zeit haben sie die tödliche Schlinge noch enger gezogen, so dass kaum mehr etwas in den Gazastreifen gelangen konnte. Letzte Woche wurde die Blockade absolut gemacht – keine Lebensmittel und keine Medikamente. Sie erreichte ihren Höhepunkt, als man auch die Brennstofflieferungen aussetzte. Große Teile des Gazastreifens blieben ohne Strom – Brutkästen für die Frühgeburten, Dialysemaschinen, Wasserpumpen und Pumpen für die Abwässer. Hunderttausende blieben bei strenger Kälte ohne Heizung; sie waren nicht in der Lage zu kochen, die Lebensmittel gingen zu Ende.
Immer wieder sandte Al-Jazeera die Bilder in Millionen Häuser der arabischen Welt. TV-Stationen in aller Welt zeigten sie ebenfalls. Von Casablanca bis Amman brachen wütende Massenproteste aus und erschreckten die arabischen Regime. In Panik rief Hosny Mubarak Ehud Barak an. An jenem Abend war Barak gezwungen, wenigstens vorübergehend die Brennstoffblockade aufzuheben, die er am Morgen verhängt hatte. Abgesehen davon, blieb die Blockade total.
Man kann sich kaum eine dümmere Aktion vorstellen.
DER GRUND für das Aushungern und Frieren-lassen von anderthalb Millionen Menschen, die auf einem Gebiet von 365 qkm zusammen gedrängt leben, ist die andauernde Beschießung der Stadt Sderot und der umliegenden Ortschaften.
Das ist ein gut ausgewählter Grund. Er vereinigt die einfacheren und armen Teile der israelischen Gesellschaft. Er macht die Kritik der UN und der Regierungen in aller Welt unwirksam, die sich sonst gegen die Kollektivstrafen ausgesprochen hätten, die zweifellos nach dem Völkerrecht Kriegsverbrechen sind.
Der Welt wird ein klares Bild präsentiert: das Hamas-Terrorregime in Gaza feuert Raketen auf unschuldige israelische Zivilisten. Keine Regierung der Welt kann es dulden, dass seine Bürger von jenseits der Grenze bombardiert werden. Das israelische Militär hat keine militärische Antwort auf die Qassam-Raketen gefunden. Also gibt es keinen anderen Weg, als auf die Bevölkerung von Gaza einen solch starken Druck auszuüben, dass sie sich gegen die Hamas erhebt und sie zwingt, das Abfeuern von Raketen zu stoppen.
An dem Tag, an dem das Kraftwerk in Gaza aufhörte, Strom zu liefern, waren unsere Militärkorrespondenten voller Freude: es wurden nur zwei Qassams vom Gazastreifen abgeschossen.. Das funktioniert also! Ehud ist ein Genie!
Aber am Tag danach, als 17 Qassams landeten, war die Freude verpufft. Politiker und Generäle waren (buchstäblich) verrückt geworden: ein Politiker schlug vor „ noch wahnsinniger als sie zu handeln“, ein anderer schlug vor „ für jede Qassam das urbane Gaza wahllos zu bombardieren“, ein berühmter Professor (der ein bisschen verwirrt ist), schlug vor, das „äußerste Böse“ anzuwenden.
Das Regierungsszenario war eine Wiederholung des 2. Libanonkrieges (Der Bericht der Untersuchungskommission wird in ein paar Tagen veröffentlicht). Damals nahm die Hisbollah auf der israelischen Seite der Grenze zwei Soldaten gefangen; jetzt feuerte die Hamas auf Städte und Dörfer auf der israelischen Seite der Grenze. Damals entschied die Regierung übereilt, einen Krieg anzufangen; jetzt entschied die Regierung übereilt, eine totale Blockade zu verhängen. Damals befahl die Regierung, eine massive Bombardierung der zivilen Bevölkerung, um sie dahin zu bringen, Druck auf die Hisbollah auszuüben; jetzt entschied die Regierung, das Leben der zivilen Bevölkerung im Gazastreifen unerträglich zu machen, um sie dahin zu bringen, auf die Hamas Druck auszuüben.
Die Folgen waren in beiden Fällen dieselben: die libanesische Bevölkerung erhob sich nicht gegen die Hisbollah, im Gegenteil, die Menschen aller religiösen Richtungen vereinigten sich hinter der schiitischen Organisation, Hassan Nasrallah wurde der Held der ganzen arabischen Welt. Und jetzt vereinigt sich die Bevölkerung in Gaza hinter der Hamas und beschuldigt Mahmoud Abba der Zusammenarbeit mit dem grausamen Feind. Eine Mutter, die ihren Kindern nichts zu essen geben kann, verflucht nicht Ismail Hanijeh, - sie verflucht Olmert, Abbas und Mubarak.
WAS ALSO tun? Schließlich ist es unmöglich, das Leiden der Bevölkerung von Sderot, die unter ständigem Beschuss liegt, zu tolerieren.
Was vor der verbitterten Öffentlichkeit verborgen blieb, ist , dass das Abfeuern der Qassams schon morgen früh gestoppt werden könnte.
Schon vor mehreren Monaten hatte die Hamas einen Waffenstillstand vorgeschlagen. Sie wiederholte dieses Angebot in dieser Woche.
Ein Waffenstillstand bedeutet nach Ansicht der Hamas: die Palästinenser werden aufhören, Qassams und Mörsergranaten abzufeuern, die Israelis werden aufhören, in den Gazastreifen einzufallen, mit dem gezielten Töten aufhören und die Blockade beenden.
Warum nimmt unsere Regierung diesen Vorschlag nicht an?
Sehr einfach: um solch einen Deal auszuhandeln, müsste man mit der Hamas sprechen - direkt oder indirekt. Und genau das weigert sich, unsere Regierung zu tun.
Warum? Wieder sehr einfach. Sderot dient nur als Vorwand – so wie die beiden gefangenen Soldaten ein Vorwand für etwas ganz anderes waren. Der wirkliche Zweck der ganzen Übung ist, das Hamasregime im Gazastreifen zu Fall zu bringen und so zu verhindern, das sie die Westbank übernimmt.
Einfach und unverblümt gesagt: die Regierung opfert das Schicksal der Sderotbewohner auf dem Altar eines hoffnungslosen Prinzips. Für die Regierung ist es wichtiger, Hamas zu boykottieren – weil sie jetzt die Speerspitze des palästinensischen Widerstandes ist - als das Leiden von Sderot zu beenden. Alle Medien wiederholen diese Lüge.
ES IST schon früher einmal gesagt worden, dass es in unserm Land gefährlich sei, eine Satire zu schreiben – zu oft wird die Satire Wirklichkeit. Der ein oder andere Leser mag sich vielleicht an einen satirischen Artikel erinnern, den ich vor Monaten schrieb. In ihm beschrieb ich die Situation im Gazastreifen als wissenschaftliches Experiment, das herausfinden sollte, wie lange man eine zivile Bevölkerung aushungern und ihr Leben zur Hölle machen kann, bis sie ihre Hände erhebt und sich ergibt.
In dieser Woche ist diese Satire offizielle Politik geworden. Anerkannte Kommentatoren erklärten explizit, dass Ehud Barak und die Armeechefs nach dem Prinzip der „empirischen Lösung“ vorgehen und ihre Methoden täglich nach den Ergebnissen verändern. Sie unterbrechen die Brennstofflieferung zum Gazastreifen, beobachten, wie dies funktioniert, und machen einen Rückzieher, wenn die internationale Reaktion zu negativ ist. Sie stoppen die Lieferung von Medikamenten, beobachten, wie das funktioniert etc. Das wissenschaftliche Ziel rechtfertigt die Mittel.
Der Mann, der das Experiment durchführt, ist Verteidigungsminister Ehud Barak, ein Mann vieler Ideen und mit wenig Skrupel, ein Mann, dessen Neigung grundsätzlich unmenschlich ist. Er ist jetzt vielleicht die gefährlichste Person in Israel, gefährlicher als Ehud Olmert und Binyamin Netanyahu, auf die Dauer gefährlich für die pure Existenz Israels.
Der für die Ausführung verantwortliche Mann ist der Generalstabschef. In dieser Woche hatten wir Gelegenheit, die Reden von zweien seiner Vorgänger, General Moshe Ya’alon und Shaul Mofaz zu hören. Es war ein Forum mit übertriebenem intellektuellem Anspruch. Bei beiden entdeckte man Ansichten, die sie irgendwo zwischen die extreme Rechte und die Ultra-Rechte platzierten. Beide haben eine erschreckend primitive Gesinnung. Man muss kein Wort über die moralischen und intellektuellen Qualitäten ihres direkten Nachfolgers Dan Halutz verlieren. Wenn dies die Stimmen der drei letzten Generalstabschefs sind, wie steht es dann um den augenblicklich Amtierenden, der nicht so offen wie sie reden kann? Ist dieser Apfel weiter weg vom Stamm gefallen?
Bis vor drei Tagen konnten die Generäle der Meinung sein, das Experiment habe Erfolg gehabt. Das Elend im Gazastreifen hatte seinen Höhepunkt erreicht. Hundert Tausende sind aktuell vom Hunger bedroht. Der Chef der UNWRA warnte vor einer unmittelbar bevorstehenden menschlichen Katastrophe. Nur die Reichen konnten noch mit einem Auto fahren, ihre Wohnung heizen und sich satt essen. Die Welt stand daneben und rührte ihre kollektive Zunge. Die führenden Köpfe der arabischen Staaten geben nichtssagende Phrasen des Mitleids von sich, ohne einen Finger zu rühren.
Barak, der mathematisch nicht unbegabt ist, konnte sich ausrechnen, wann die Bevölkerung schließlich zusammenbricht.
UND DANN geschah etwas, was keiner von ihnen voraussah, obwohl es das am ehesten voraussehbare Ereignis auf der Erde war.
Wenn man anderthalb Millionen Menschen in einen Dampfkochtopf steckt und ihn weiter anheizt, dann wird er explodieren. Genau das ist an der Grenze zu Ägypten geschehen.
Zunächst gab es eine kleine Explosion. Eine Menge stürmte das Tor, ägyptische Polizisten eröffneten das Feuer, Dutzende wurden verwundet. Das war eine Warnung.
Am nächsten Tag kam der große Angriff. Palästinensische Kämpfer sprengten die Mauer an mehreren Stellen in die Luft. Hunderttausende brachen auf ägyptisches Gebiet durch und holten tiefen Luft. Die Blockade war gebrochen.
Mubarak war in eine unmögliche Situation geraten. Hundert Millionen Araber, eine Milliarde von Muslimen hatten gesehen, wie die israelische Armee den Gazastreifen von drei Seiten abgesperrt hat, vom Norden, vom Osten und vom Meer her. Die vierte Seite der Blockade wurde von der ägyptischen Armee ausgeführt.
Der ägyptische Präsident, der die Führung der ganzen arabischen Welt beansprucht, wurde als Kollaborateur bei einer unmenschlichen Operation eines grausamen Feindes angesehen – um die Gunst (und das Geld) der Amerikaner zu gewinnen. Seine internen Feinde, die Muslimbrüder, nützten die Situation aus, um ihn vor den Augen seines eigenen Volkes anzuprangern.
Es ist zweifelhaft, ob Mubarak in dieser Position hat standhalten können. Aber die palästinensischen Massen erleichterten ihm die Entscheidung. Sie entschieden für ihn. Sie brachen aus wie eine riesige Tsunami-Welle. Nun muss er sich entscheiden, ob er sich Israel beugt, um die Blockade über die arabischen Brüder wieder zu verhängen.
Und wie ist es mit Baraks Experiment? Wie sieht der nächste Schritt aus? Es gibt nur wenige Optionen.
Den Gazastreifen wieder zu besetzen. Die Armee liebt diese Idee gar nicht. Sie begreift, dass dies Tausende von Soldaten einem grausamen Guerillakrieg aussetzen würde, der nicht wie eine Intifada verlaufen würde.
Die Blockade wieder enger ziehen und extremen Druck auf Mubarak ausüben, einschließlich der Anwendung des israelischen Einflusses auf den US-Kongress, um ihm die zwei oder mehr Milliarden vorzuenthalten, die er jedes Jahr für seine Dienste bekommt.
Aus der Not eine Tugend machen, indem er den Streifen Mubarak überlässt unter dem Vorwand, dass dies schon immer Baraks verborgener Wunschgedanke war. Ägypten müsste für Israels Sicherheit sorgen und den Abschuss der Qassams verhindern und seine eigenen Soldaten dem palästinensischen Guerillakrieg aussetzen -- als es dachte, endlich die Bürde dieses armen und unfruchtbaren Gebietes los zu sein, nachdem die Infrastruktur durch die israelische Besatzung zerstört worden war. Wahrscheinlich wird Mubarak sagen: Danke, das ist sehr freundlich von euch, aber nein danke!
Die brutale Blockade war ein Kriegsverbrechen. Und was noch schlimmer ist: sie war ein törichter Fehler.
Orginalartikel: Dieser Artikel ist NICHT bei www.zmag.org erschienen!
Übersetzt von: Ellen Rohlfs und Christoph Glanz
26.01.2008 — uri-avnery.de
ES SAH AUS wie der Fall der Berliner Mauer. Und es sah nicht nur so aus. Einen Augenblick lang war der Rafah-Übergang das Brandenburger Tor.
Es ist unmöglich, nicht die Hochstimmung mitzuempfinden, als die Massen der unterdrückten und hungrigen Leute die Mauer durchbrachen und mit strahlenden Augen jeden, den sie trafen, umarmten – dies mitzufühlen, auch wenn es die eigene Regierung ist, die die Mauer überhaupt errichtet hat.
Der Gazastreifen ist das größte Gefängnis der Erde. Der Durchbruch der Rafahmauer war ein Befreiungsschlag. Er beweist, dass eine unmenschliche Politik immer eine dumme Politik ist: Keine Macht der Welt kann eine Masse Menschen aufhalten, die die Grenze der Verzweiflung überschritten hat.
Das ist die Lektion von Gaza im Januar 2008.
MAN KÖNNTE den berühmten Ausspruch des französischen Staatsmannes Boulay de la Meurthe leicht verändert wiederholen: „Es ist schlimmer als ein Kriegsverbrechen, es ist ein törichter Fehler !“
Vor Monaten verhängten die beiden Ehuds – Barak und Olmert – eine Blockade über den Gazastreifen und brüsteten sich damit auch noch. In letzter Zeit haben sie die tödliche Schlinge noch enger gezogen, so dass kaum mehr etwas in den Gazastreifen gelangen konnte. Letzte Woche wurde die Blockade absolut gemacht – keine Lebensmittel und keine Medikamente. Sie erreichte ihren Höhepunkt, als man auch die Brennstofflieferungen aussetzte. Große Teile des Gazastreifens blieben ohne Strom – Brutkästen für die Frühgeburten, Dialysemaschinen, Wasserpumpen und Pumpen für die Abwässer. Hunderttausende blieben bei strenger Kälte ohne Heizung; sie waren nicht in der Lage zu kochen, die Lebensmittel gingen zu Ende.
Immer wieder sandte Al-Jazeera die Bilder in Millionen Häuser der arabischen Welt. TV-Stationen in aller Welt zeigten sie ebenfalls. Von Casablanca bis Amman brachen wütende Massenproteste aus und erschreckten die arabischen Regime. In Panik rief Hosny Mubarak Ehud Barak an. An jenem Abend war Barak gezwungen, wenigstens vorübergehend die Brennstoffblockade aufzuheben, die er am Morgen verhängt hatte. Abgesehen davon, blieb die Blockade total.
Man kann sich kaum eine dümmere Aktion vorstellen.
DER GRUND für das Aushungern und Frieren-lassen von anderthalb Millionen Menschen, die auf einem Gebiet von 365 qkm zusammen gedrängt leben, ist die andauernde Beschießung der Stadt Sderot und der umliegenden Ortschaften.
Das ist ein gut ausgewählter Grund. Er vereinigt die einfacheren und armen Teile der israelischen Gesellschaft. Er macht die Kritik der UN und der Regierungen in aller Welt unwirksam, die sich sonst gegen die Kollektivstrafen ausgesprochen hätten, die zweifellos nach dem Völkerrecht Kriegsverbrechen sind.
Der Welt wird ein klares Bild präsentiert: das Hamas-Terrorregime in Gaza feuert Raketen auf unschuldige israelische Zivilisten. Keine Regierung der Welt kann es dulden, dass seine Bürger von jenseits der Grenze bombardiert werden. Das israelische Militär hat keine militärische Antwort auf die Qassam-Raketen gefunden. Also gibt es keinen anderen Weg, als auf die Bevölkerung von Gaza einen solch starken Druck auszuüben, dass sie sich gegen die Hamas erhebt und sie zwingt, das Abfeuern von Raketen zu stoppen.
An dem Tag, an dem das Kraftwerk in Gaza aufhörte, Strom zu liefern, waren unsere Militärkorrespondenten voller Freude: es wurden nur zwei Qassams vom Gazastreifen abgeschossen.. Das funktioniert also! Ehud ist ein Genie!
Aber am Tag danach, als 17 Qassams landeten, war die Freude verpufft. Politiker und Generäle waren (buchstäblich) verrückt geworden: ein Politiker schlug vor „ noch wahnsinniger als sie zu handeln“, ein anderer schlug vor „ für jede Qassam das urbane Gaza wahllos zu bombardieren“, ein berühmter Professor (der ein bisschen verwirrt ist), schlug vor, das „äußerste Böse“ anzuwenden.
Das Regierungsszenario war eine Wiederholung des 2. Libanonkrieges (Der Bericht der Untersuchungskommission wird in ein paar Tagen veröffentlicht). Damals nahm die Hisbollah auf der israelischen Seite der Grenze zwei Soldaten gefangen; jetzt feuerte die Hamas auf Städte und Dörfer auf der israelischen Seite der Grenze. Damals entschied die Regierung übereilt, einen Krieg anzufangen; jetzt entschied die Regierung übereilt, eine totale Blockade zu verhängen. Damals befahl die Regierung, eine massive Bombardierung der zivilen Bevölkerung, um sie dahin zu bringen, Druck auf die Hisbollah auszuüben; jetzt entschied die Regierung, das Leben der zivilen Bevölkerung im Gazastreifen unerträglich zu machen, um sie dahin zu bringen, auf die Hamas Druck auszuüben.
Die Folgen waren in beiden Fällen dieselben: die libanesische Bevölkerung erhob sich nicht gegen die Hisbollah, im Gegenteil, die Menschen aller religiösen Richtungen vereinigten sich hinter der schiitischen Organisation, Hassan Nasrallah wurde der Held der ganzen arabischen Welt. Und jetzt vereinigt sich die Bevölkerung in Gaza hinter der Hamas und beschuldigt Mahmoud Abba der Zusammenarbeit mit dem grausamen Feind. Eine Mutter, die ihren Kindern nichts zu essen geben kann, verflucht nicht Ismail Hanijeh, - sie verflucht Olmert, Abbas und Mubarak.
WAS ALSO tun? Schließlich ist es unmöglich, das Leiden der Bevölkerung von Sderot, die unter ständigem Beschuss liegt, zu tolerieren.
Was vor der verbitterten Öffentlichkeit verborgen blieb, ist , dass das Abfeuern der Qassams schon morgen früh gestoppt werden könnte.
Schon vor mehreren Monaten hatte die Hamas einen Waffenstillstand vorgeschlagen. Sie wiederholte dieses Angebot in dieser Woche.
Ein Waffenstillstand bedeutet nach Ansicht der Hamas: die Palästinenser werden aufhören, Qassams und Mörsergranaten abzufeuern, die Israelis werden aufhören, in den Gazastreifen einzufallen, mit dem gezielten Töten aufhören und die Blockade beenden.
Warum nimmt unsere Regierung diesen Vorschlag nicht an?
Sehr einfach: um solch einen Deal auszuhandeln, müsste man mit der Hamas sprechen - direkt oder indirekt. Und genau das weigert sich, unsere Regierung zu tun.
Warum? Wieder sehr einfach. Sderot dient nur als Vorwand – so wie die beiden gefangenen Soldaten ein Vorwand für etwas ganz anderes waren. Der wirkliche Zweck der ganzen Übung ist, das Hamasregime im Gazastreifen zu Fall zu bringen und so zu verhindern, das sie die Westbank übernimmt.
Einfach und unverblümt gesagt: die Regierung opfert das Schicksal der Sderotbewohner auf dem Altar eines hoffnungslosen Prinzips. Für die Regierung ist es wichtiger, Hamas zu boykottieren – weil sie jetzt die Speerspitze des palästinensischen Widerstandes ist - als das Leiden von Sderot zu beenden. Alle Medien wiederholen diese Lüge.
ES IST schon früher einmal gesagt worden, dass es in unserm Land gefährlich sei, eine Satire zu schreiben – zu oft wird die Satire Wirklichkeit. Der ein oder andere Leser mag sich vielleicht an einen satirischen Artikel erinnern, den ich vor Monaten schrieb. In ihm beschrieb ich die Situation im Gazastreifen als wissenschaftliches Experiment, das herausfinden sollte, wie lange man eine zivile Bevölkerung aushungern und ihr Leben zur Hölle machen kann, bis sie ihre Hände erhebt und sich ergibt.
In dieser Woche ist diese Satire offizielle Politik geworden. Anerkannte Kommentatoren erklärten explizit, dass Ehud Barak und die Armeechefs nach dem Prinzip der „empirischen Lösung“ vorgehen und ihre Methoden täglich nach den Ergebnissen verändern. Sie unterbrechen die Brennstofflieferung zum Gazastreifen, beobachten, wie dies funktioniert, und machen einen Rückzieher, wenn die internationale Reaktion zu negativ ist. Sie stoppen die Lieferung von Medikamenten, beobachten, wie das funktioniert etc. Das wissenschaftliche Ziel rechtfertigt die Mittel.
Der Mann, der das Experiment durchführt, ist Verteidigungsminister Ehud Barak, ein Mann vieler Ideen und mit wenig Skrupel, ein Mann, dessen Neigung grundsätzlich unmenschlich ist. Er ist jetzt vielleicht die gefährlichste Person in Israel, gefährlicher als Ehud Olmert und Binyamin Netanyahu, auf die Dauer gefährlich für die pure Existenz Israels.
Der für die Ausführung verantwortliche Mann ist der Generalstabschef. In dieser Woche hatten wir Gelegenheit, die Reden von zweien seiner Vorgänger, General Moshe Ya’alon und Shaul Mofaz zu hören. Es war ein Forum mit übertriebenem intellektuellem Anspruch. Bei beiden entdeckte man Ansichten, die sie irgendwo zwischen die extreme Rechte und die Ultra-Rechte platzierten. Beide haben eine erschreckend primitive Gesinnung. Man muss kein Wort über die moralischen und intellektuellen Qualitäten ihres direkten Nachfolgers Dan Halutz verlieren. Wenn dies die Stimmen der drei letzten Generalstabschefs sind, wie steht es dann um den augenblicklich Amtierenden, der nicht so offen wie sie reden kann? Ist dieser Apfel weiter weg vom Stamm gefallen?
Bis vor drei Tagen konnten die Generäle der Meinung sein, das Experiment habe Erfolg gehabt. Das Elend im Gazastreifen hatte seinen Höhepunkt erreicht. Hundert Tausende sind aktuell vom Hunger bedroht. Der Chef der UNWRA warnte vor einer unmittelbar bevorstehenden menschlichen Katastrophe. Nur die Reichen konnten noch mit einem Auto fahren, ihre Wohnung heizen und sich satt essen. Die Welt stand daneben und rührte ihre kollektive Zunge. Die führenden Köpfe der arabischen Staaten geben nichtssagende Phrasen des Mitleids von sich, ohne einen Finger zu rühren.
Barak, der mathematisch nicht unbegabt ist, konnte sich ausrechnen, wann die Bevölkerung schließlich zusammenbricht.
UND DANN geschah etwas, was keiner von ihnen voraussah, obwohl es das am ehesten voraussehbare Ereignis auf der Erde war.
Wenn man anderthalb Millionen Menschen in einen Dampfkochtopf steckt und ihn weiter anheizt, dann wird er explodieren. Genau das ist an der Grenze zu Ägypten geschehen.
Zunächst gab es eine kleine Explosion. Eine Menge stürmte das Tor, ägyptische Polizisten eröffneten das Feuer, Dutzende wurden verwundet. Das war eine Warnung.
Am nächsten Tag kam der große Angriff. Palästinensische Kämpfer sprengten die Mauer an mehreren Stellen in die Luft. Hunderttausende brachen auf ägyptisches Gebiet durch und holten tiefen Luft. Die Blockade war gebrochen.
Mubarak war in eine unmögliche Situation geraten. Hundert Millionen Araber, eine Milliarde von Muslimen hatten gesehen, wie die israelische Armee den Gazastreifen von drei Seiten abgesperrt hat, vom Norden, vom Osten und vom Meer her. Die vierte Seite der Blockade wurde von der ägyptischen Armee ausgeführt.
Der ägyptische Präsident, der die Führung der ganzen arabischen Welt beansprucht, wurde als Kollaborateur bei einer unmenschlichen Operation eines grausamen Feindes angesehen – um die Gunst (und das Geld) der Amerikaner zu gewinnen. Seine internen Feinde, die Muslimbrüder, nützten die Situation aus, um ihn vor den Augen seines eigenen Volkes anzuprangern.
Es ist zweifelhaft, ob Mubarak in dieser Position hat standhalten können. Aber die palästinensischen Massen erleichterten ihm die Entscheidung. Sie entschieden für ihn. Sie brachen aus wie eine riesige Tsunami-Welle. Nun muss er sich entscheiden, ob er sich Israel beugt, um die Blockade über die arabischen Brüder wieder zu verhängen.
Und wie ist es mit Baraks Experiment? Wie sieht der nächste Schritt aus? Es gibt nur wenige Optionen.
Den Gazastreifen wieder zu besetzen. Die Armee liebt diese Idee gar nicht. Sie begreift, dass dies Tausende von Soldaten einem grausamen Guerillakrieg aussetzen würde, der nicht wie eine Intifada verlaufen würde.
Die Blockade wieder enger ziehen und extremen Druck auf Mubarak ausüben, einschließlich der Anwendung des israelischen Einflusses auf den US-Kongress, um ihm die zwei oder mehr Milliarden vorzuenthalten, die er jedes Jahr für seine Dienste bekommt.
Aus der Not eine Tugend machen, indem er den Streifen Mubarak überlässt unter dem Vorwand, dass dies schon immer Baraks verborgener Wunschgedanke war. Ägypten müsste für Israels Sicherheit sorgen und den Abschuss der Qassams verhindern und seine eigenen Soldaten dem palästinensischen Guerillakrieg aussetzen -- als es dachte, endlich die Bürde dieses armen und unfruchtbaren Gebietes los zu sein, nachdem die Infrastruktur durch die israelische Besatzung zerstört worden war. Wahrscheinlich wird Mubarak sagen: Danke, das ist sehr freundlich von euch, aber nein danke!
Die brutale Blockade war ein Kriegsverbrechen. Und was noch schlimmer ist: sie war ein törichter Fehler.
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Übersetzt von: Ellen Rohlfs und Christoph Glanz
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